Der Tag der arbeitenden Frauen, heutzutage bekannt auch als Frauentag, ist der Tag an dem man die ökonomische, politische und soziale Gleichberechtigung der Frauen und ihre Leistungen feiert. Als ersten haben den Tag die Frauen von New York inoffiziell gefeiert, und zwar am letzten Sonntag im Februar in Jahr 1909, in der Erinnerung an den Protest der Frauen in der Textilindustrie, der das vorherige Jahr stattgefunden hat.

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Auf der zweiten internationalen Konferenz der sozialistischen Frauen im Jahr 1910 haben Clara Tekin und Luise Ziet den Feiertag der arbeitenden Frauen vorgeschlagen, den sie dann jedes Jahr feiern würden. Der erste offizielle Frauentag wurde so am 19.3.1911 in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Dänemark gefeiert, wo die Frauen das Wahlrecht, die Abschaffung der Diskrimination am Arbeitsplatz und die Möglichkeit ein öffentliches Amt zu bekleiden verlangt haben. Im Jahr 1917 wurde der Feiertag mit den Protesten der Frauen in Russland gekennzeichnet, die unter dem Motto »Brot und Frieden« das Ende des ersten Weltkrieges, des Reiches und des Essensmangels verlangt haben. Die Proteste haben zu der Oktoberrevolution geführt, wie auch zum Rücktritt des Zaren und zur Erwerbung des Stimmrechtes der Frauen von der vorübergehenden Regierung. Akexander Kollantain und Vladimir Lenin haben den Tag als nationalen Feiertag erklärt, der vom Jahr 1965 auch ein freier Tag ist. Der Frauentag wird heutzutage in etwa 100 Ländern gefeiert und auch wenn er in manchen Ländern seine Wichtigkeit verloren hat, ist er immer noch einer der wichtigsten Feiertage, wo das Bewusstsein verbreitet wird, dass auch heutzutage Frauenrechte nicht den von den Männern gleich sind. Am Frauentag bekommen die Frauen Schokolade und Blumen geschenkt.

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Slowenien und der Frauentag

Die erste Frauenzeitung wurde schon in dem Jahr 1897 veröffentlicht, ein Jahr danach haben sie den ersten Frauenverein gegründet. Im Jahr 1906 hat Marija Urbas als erste Slowenische Frau an der Grazer Universität in Philosophie den Doktortitel bekommen. Die slowenische Volkspartei war in Slowenien der erste Befürworter der Frauen, der das allgemeines Stimmrecht an der Gemeinschaftswahl am 15.5.1920 eingeführt hat, das aber im Jahr 1921 im Belgrad annulliert wurde. Endgültig wurde das Frauenstimmrecht bei uns im Jahr 1945 eingeführt. 29 Jahre danach wurde erst die Verfassungsbestimmung, in der steht, dass jede Frau die Freiheit hat über Geburt zu entscheiden in die Verfassung der SFRJ eingeschrieben. Dies folgte die Legalisierung des Rechtes zur Abtreibung, nicht nur auf gesundlichten Gründen basierend. Im Jahr 1989 begann die erste Notrufzentralle für Frauen und Kinder, die Opfer der Gewalt wurden, zu arbeiten.